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34. Georg Büchner:
 
Dantons Tod


geschrieben: 1835
(84 Seiten)
 
gelesen im Juli 2014
Fazit: DISLIKE

 
Nach Brodskys Marmor und Bruckners Elisabeth von England hatten wir große Hoffnungen, dass uns auch das Theaterstück Dantons Tod gut gefallen könnte. Leider war dem nicht so. Der Romantiker Georg Büchner (1813-1837) ist einfach nicht unser Fall.
 
Über das Stück selbst gibt es nicht viel zu sagen, denn zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir unsere selbstauferlegte Pflicht von mindestens 10 Prozent der Gesamtseitenzahl in diesem Fall nicht um eine Seite überschritten haben. Da das Stück kaum 90 Seiten hat, war zu unserer Erleichterung nach knapp 10 Seiten bereits Schluss. Eigentlich hat uns der Stil ziemlich von Anfang an nicht so gut gefallen, aber wir hätten wohl noch weiter gelesen, wenn das Thema denn verständlicher gewesen wäre.
 
Genau damit jedoch hatten wir unsere Probleme. Zu Zeiten und im Kreise Büchners waren die historisch-politischen Gestalten der französischen Revolution wohl jedermann ein Begriff, jedoch für den modernen Leser ohne sehr detailliertes Hintergrundwissen über die Zeit ist es nicht nur schwer verständlich, sondern geradewegs unverständlich. Daher konnten wir auch kein Interesse für die Szene aufbringen in der Danton, mit dessen Namen man ja noch etwas anfangen kann, mit den eher unbekannten Hérault, Camille und Philippeau über politische Weltanschauungen redete. Und dies in einer absolut konfusen Weise. Vielleicht unterhaltsam für politisch Interessierte von damals (obwohl wir auch da unsere Zweifel haben), aber nicht im geringsten literarisch ansprechend. Da waren wir mit Brodsky und Bruckner einfach Besseres gewohnt. Als auch in der nächsten Szene die einfachen Leute von der Straße ausschließlich Themen der Zeit in für uns vollkommen hermetischen Sätzen besprachen, war uns die Lust auf diesen doch bekannten Autor gänzlich vergangen. Die ganze Szene wirkte unglaubwürdig und einfallslos. Als nächstes tauchte Robespierre auf und setzte an, in einen ausschweifenden Monolog zu verfallen. Diese Aussicht gab uns endgültig den Rest und wir klappten nach gelesenen 10 Prozent erleichtert das Buch zu.
 
Kurz und bündig: leider ein DISLIKE.
 
Leseprobe:
 
 

 

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