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Literaturwissenschaft


 

Ausstellungskataloge

 
Mein Arbeitgeber, das Luxemburger Literaturarchiv in Mersch, bietet regelmäßig interessante Ausstellungen zu allen möglichen Themen an, die etwas mit Luxemburg und Literatur zu tun haben. 2012 konnte ich zum ersten Mal an einer größeren Ausstellung und dem dazugehörigen Begleitkatalog mitwirken.
 

Satirische Literatur in Luxemburg

 
Satirische Literatur in Luxemburg. Vum Eilespill an anere Kregéiler. Katalog: Claude D. Conter, Sandra Schmit, Pascal Seil. Ausstellung: 24.05.2012 - 25.01.2013. Mersch: Centre national de littérature, 2012. ISBN 978-2-919903-27-6. 251 p.
 
Der deutschsprachige Ausstellungskatalog nimmt 170 Jahre Literatursatire in Luxemburg unter die Lupe. Um dem Leser einen Einblick in diesen umfangreichen Textkorpus zu vermitteln, haben wir Kuratoren vier wichtige Themenbereiche des Genres genauer untersucht, nämlich Kirche, Monarchie, Gesellschaft und Politik. In den vier ersten Kapiteln werden diese anhand herausragender Textbeispiele illustriert, etwa – um nur einige zu nennen – Edmond de la Fontaines Spottgedicht RoRoRo über eine Teufelsaustreibung, die 1842 im Land für Furore sorgte, Norbert Jacques' Roman Die Limmburger Flöte (1929), in dem die Hauptfigur das Furzen der Nationalhymne zur Kunst erhebt, Roger Manderscheids kontroverse TV-Dokumentation Stille Tage in Luxemburg (1972) oder das politische Kabarettensemble D'Huwwelbänk, dem es 1974 sogar gelang, die Landeswahlen zu beeinflussen.
 
Das letzte Kapitel untersucht die Stilmittel und literarischen Traditionen, derer sich so unterschiedliche Werke wie politische Gedichte des 19. Jahrhunderts, Kabarettlieder der 1920er Jahre und heutige Blogs bedienen.
 
Die Ausstellung ist bis zum 25. Januar 2013 geöffnet, jeweils montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr (im August bis 17:00 Uhr). Führungen durch die Kuratoren können einfach per E-Mail bei mir angefragt werden.
 
Der reich bebilderte Katalog enthält fünf längere Artikel sowie detaillierte Beschreibungen aller Ausstellungsstücke. Hier kannst du einen Auszug aus dem Kapitel über Kirchensatire lesen und etwas über die dazugehörigen Ausstellungsstücke erfahren.
 

 

Neuausgaben Luxemburgischer Klassiker

 
Im Rahmen meiner Arbeit am Luxemburger Literaturarchiv habe ich bisher zwei kommentierte Neuausgaben Luxemburger Klassiker herausgegeben.
 
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Im Zeichen der Flamme

 
Marie-Louise Tidick-Ulveling: Im Zeichen der Flamme. Vorgestellt und kommentiert von Sandra Schmit. Mersch: Centre national de littérature, 2010. ISBN 978-2-919903-18-4. 214 p.
 
Im Zeichen der Flamme ist ein Roman über die Hexenverfolgungen während des Dreißigjährigen Krieges. Anfang des 17. Jahrhunderts kam es in der Region Luxemburg/Trier mit zu den schlimmsten Hexenverfolgungen in Europa. Marie-Louise Tidick-Ulveling lässt diese düstere Epoche der Luxemburger Geschichte in ihrem deutschsprachigen Roman, der 1961 erstmals erschien, wiederaufleben. Gleichzeitig wirft die Schriftstellerin einen kritischen Blick auf das Leben im Luxemburg des frühen 20. Jahrhunderts. Wie Arthur Miller in Hexenjagd thematisiert sie religiösen und politischen Fanatismus, weitverbreiteten Aberglauben und einen Mangel an Mut und Einfühlungsvermögen unter den Machthabenden. Fünfzig Jahre nachdem das Buch geschrieben wurde, haben die darin beschriebenen Probleme nichts an Aktualität eingebüßt.
 
Mein Kommentar, auf Deutsch, führt in das Leben der Autorin und die sozialen und politischen Gegebenheiten Luxemburgs im frühen 20. Jahrhunderts ein. Klick auf das Bild, um eine Seite aus dem Kommentar zu lesen.
 
Die Vorlage zu meinem Vortrag, den ich 2011 über dieses Buch gehalten habe, kannst du hier lesen. [auf Luxemburgisch]
 

 
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Prairieblummen

 
Nicolas Gonner: Prairieblummen. Eng Sammlonk fu Lidder a Gedichter an onserer létzebûrgerdeitscher Sprôch. Virgestallt a kommentéiert vum Sandra Schmit. Mersch: Centre national de littérature, 2008. ISBN 978-2-919903-10-8. 292 p.
 
Im 19. Jahrhundert war Luxemburg ein armes Land, und viele Menschen wanderten aus, um in Amerika ihr Glück zu versuchen. Prairieblummen ist ein Gedichtband in luxemburgischer Sprache, welcher 1883 von den drei Luxemburger Auswanderern Nicolas Gonner, Nicolas Becker und Jean-Baptiste Nau in Dubuque, Iowa, veröffentlicht wurde. Die Gedichte behandeln so unterschiedliche Themen wie Religion, Alltagsleben und das Heimweh der Auswanderer, aber auch Sagen und Legenden aus Luxemburg und Übersee.
 
Mein Kommentar, auf Deutsch, führt in Alltagsleben und Kultur der luxemburgischen Auswanderer in den Vereinigten Staaten des späten 19. Jahrhunderts ein. Klick auf das Bild, um eine Seite aus dem Kommentar zu lesen. Die Vorlage zu meinem Vortrag, den ich 2008 über dieses Buch gehalten habe, kannst du hier einsehen [bisher leider nur auf Luxemburgisch].
 
Während meiner Recherchen war mir die Luxembourg American Cultural Society mit Bildmaterial und lokalgeschichtlichen Informationen behilflich. Obwohl kaum einer noch die Sprache seiner Vorfahren spricht, gibt es unter den luxemburgischstämmigen Amerikanern ein großes Interesse an den Gedichten. Ich habe versucht, mich für deren freundliche Hilfe zu bedanken, indem ich einige der Texte ins Englische übersetzte. Die Übersetzungen sowie das luxemburgische Original kannst du auf der Prairieblummen-auf-Englisch-Seite lesen.
 

 

Längere Beiträge zur Luxemburger Literatur

 
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Der Ferge

 
Der Ferge. Fehlgeburt einer luxemburgischen Literaturzeitschrift. In: Aufbrüche und Vermittlungen. Beiträge zur Luxemburger und europäischen Literatur- und Kulturgeschichte. Bielefeld: Aisthesis, 2010. ISBN 978-3-89528-824-1. p 557-574.
 
Dies ist ein Artikel über eine Luxemburger Literaturzeitschrift, die mit viel Liebe geplant wurde, jedoch nie herauskam. Der hoffnungsvolle Verleger war der Gymnasialschüler Joseph-Émile Muller, der sich später als Kunstkritiker einen Namen machte. 1929 nahm er Kontakt zu einer Reihe junger deutscher Autoren auf, von denen einige in den folgenden Jahrzehnten einen größeren Bekanntheitsgrad erreichten, wie etwa Günter Eich, Martin Raschke and Fritz Diettrich. Muller hegte große Pläne, doch seine Unerfahrenheit, finanzielle Hindernisse und nicht zuletzt die wirtschaftliche Lage der frühen dreißiger Jahre verhinderten die Ausführung des Projekts. Der Briefwechsel zwischen den Autoren erlaubt interessante Einblicke in die deutsche und luxemburgische Literaturszene der späten zwanziger Jahre.
 
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Luxemburger Autorenlexikon

 
Luxemburger Autorenlexikon. Hrsg. von Germaine Goetzinger und Claude D. Conter, zusammen mit Gast Mannes, Pierre Marson, Roger Muller, Nicole Sahl, Sandra Schmit und Frank Wilhelm. Mersch: Centre national de littérature, 2007. ISBN 978-2-919903-06-1. 687 p. [in German]
 
Dictionnaire des auteurs luxembourgeois. Édité par Germaine Goetzinger et Claude D. Conter en collaboration avec Gast Mannes, Pierre Marson, Roger Muller, Nicole Sahl, Sandra Schmit et Frank Wilhelm. Mersch: Centre national de littérature, 2010. ISBN 978-2-919903-20-7. 697 p. [in French]
 
Nach fast zehn Jahren Arbeit hat das Luxemburger Literaturarchiv 2007 das erste umfassende Lexikon herausgegeben, welches die Lebensläufe und Bibliographien aller Luxemburger Autoren ab 1815 beinhaltet. Zwei Jahre danach erschien dann die französische Ausgabe des Buches. Bei Wissenschaftlern wie interessierten Lesern wurden beide Bände schnell zu Standard-Referenzwerken.
 
Seit Ende 2011 gibt es auch eine zweisprachige Online-Version des Lexikons.
 

 
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Die Hochöfen sind verstummt

 
Die Hochöfen sind verstummt. Rote Träume und Teufelsfratzen: Esch im literarischen Wandel. In: 100 Joer Esch 1906-2006. Luxembourg: Binsfeld, 2005. ISBN 2-87954-149-2. p 214-225.
 
Dieser Artikel, auf Deutsch, gibt einen Überblick über das literarische Leben in der zweitgrößten Stadt Luxemburgs, Esch/Alzette. Der Sammelband, in welcher der Beitrag erschien, kam 2006 aus Anlass des hundertjährigen Bestehen der Industriemetropole heraus. Klick auf das Bild, um den ganzen Artikel zu lesen [ohne Illustrationen], oder sieh dir eine Seite aus dem Sammelband an.
 

 

Kürzere Beiträge zur Luxemburger Literatur

 
Seit 2003 schreibe ich regelmäßig Beiträge zur Luxemburger Literatur in der Regionalzeitschrift Am Äischdall, welche 2008 den Namen wechselte und jetzt als Regioun Lëtzebuerg West als erscheint. Die Artikel sind auf Luxemburgisch, Deutsch oder Französisch verfasst, je nachdem in welcher Sprache der Autor, von dem der Beitrag handelt, schreibt. Seit 2008 erscheinen die Texte im deutschen Original mit einer nebenstehenden französischen Übersetzung.
 
D'Médche vu Götzen. In: Regioun Lëtzebuerg West 8 (Herbst 2011) p 26-27. [auf Deutsch, französische Übersetzung von Marc Angel. Über die Neuausgabe des Theaterstücks "D'Médche vu Götzen" von Max Goergen].
Um das begleitende Gedicht und den Buchdeckel zu sehen, klick hier.
 
Im Werden und Wachsen. Nik Welters Merscher Jugenderinnerungen. In: Regioun Lëtzebuerg West 4 (Sommer 2010) p 16-17. [auf Deutsch, französische Übersetzung von Marc Angel. Über den Luxemburger Schriftsteller und Politiker Nik Welter]
 
Luxemburger Wichtelsagen in den USA. In: Regioun Lëtzebuerg West 3 (Frühjahr 2010) p 17-18. [auf Deutsch, französische Übersetzung von Marc Angel. Über den Gedichtband Prairieblummen].
Um den zweiten Teil des Beitrags zu lesen, klick hier.
 
An der klaren Quelle. Ermesinde und Clairefontaine. In: Regioun Lëtzebuerg West 2 (Herbst 2009) p 34-35. [auf Deutsch, französische Übersetzung von Marc Angel. Über die mittelalterliche Gräfin Ermesinde von Luxembourg].
Um den zweiten Teil des Beitrags zu lesen, klick hier.
 
Yolanda und der Codex Mariendalensis. In: Regioun Lëtzebuerg West 1 (Sommer 2009) p 30-32. [auf Deutsch, französische Übersetzung von Marc Angel. Über ein hochmittelalterliches Manuskript in einem altluxemburgischen Dialekt].
Um den zweiten Teil des Beitrags zu lesen, klick hier.
 
Schrëftsteller aus dem Äischdall am neie "Luxemburger Autorenlexikon" (2). In: Am Äischdall 4 (Dez. 2007) p 4. [auf Luxemburgisch; eine Darstellung des regionalen Literaturlebens und des neu erschienenen Luxemburger Autorenlexikons, Teil zwei]
 
Schrëftsteller aus dem Äischdall am neie "Luxemburger Autorenlexikon" (1). In: Am Äischdall 3 (Sep. 2007) p 3. [auf Luxemburgisch; eine Darstellung des regionalen Literaturlebens und des neu erschienenen Luxemburger Autorenlexikons, Teil eins]
 
Exildorf Mersch. Deutsch-jüdische Emigranten als Kulturbotschafter. In: Am Äischdall 2 (Juni 2007) p 4. [auf Deutsch; über die Deutsch-Jüdischen Einwanderer in Luxemburg während der 1930er und 1940er Jahre, vor allem über Ernst und Johanna Ising]
 
Eng bal vergiessen Hymn op den Äischdall. In: Am Äischdall 1 (März 2007) p 4. [auf Luxemburgisch; über ein Lied des Luxemburger Autors Fränz Frising]
 
Dem Michel Rodange seng Käercher Zäit. In: Am Äischdall 4 (Dez. 2006) p 4. [auf Luxemburgisch; über einen Luxemburger Autor des 19. Jahrhunderts, Michel Rodange]
 
Le Conte de Creux Rocher et Beau Rocher. In: Am Äischdall 1 (März 2006) p 4. [auf Französisch; über einen Roman des Luxemburger Autors Roland Bisenius]
 
D'Koler Movies Lëtzebuerg. In: Am Äischdall 4 (Dez. 2005) p 4. [auf Luxemburgisch; über das lokale Filmemacherteam Kohler Movies]
 
Von Morden und Dorfintrigen. Twin Peaks im Eischtal. In: Am Äischdall 3 (Aug. 2005) p 4. [auf Deutsch; über einen Roman der Luxemburger Autorin Anita Kayser]
 
De Sentier de la Vallée des Sept Châteaux. In: Am Äischdall 1 (März 2005) p 4. [auf Luxemburgisch; über den neu eingeweihten Geschichtspfad im Tal der Sieben Schlösser]
 
Victor Hugo et le Château d'Ansembourg. In: Am Äischdall 3 (Sep. 2004) p 4. [auf Französisch; über Victor Hugos Aufenthalt in Luxemburg]
 
Abend mit Goldrand. Garnich in einem Meisterwerk der deutschen Literatur. In: Am Äischdall 2 (Juni 2004) p 4. [auf Deutsch; über den deutschen Autor Arno Schmidt]
 
De Pir Kremer. In: Am Äischdall 1 (März 2004) p 4. [auf Luxemburgisch; über den Luxemburger Satiriker Pir Kremer]
 
Amélie Picard, poétesse de Septfontaines. In: Am Äischdall 1 (Dez. 2003) p 4. [auf Französisch; über die Luxemburger Dichterin Amélie Picard]
 
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Zwischen 2009 und 2011 hatte ich eine Kolumne über zeitgenössische luxemburgische Literatur ("Neues aus Luxemburg") in der Literaturzeitschrift Die neueste Melusine, die von der Literarischen Gesellschaft Saar-Lor-Lux-Elsass in Saarbrücken herausgegeben wird. Die Kolumne war auf Deutsch.
 
Neues aus Luxemburg. In: Die neueste Melusine. 2011/1. p 23/24.
Um den zweiten Teil des Beitrags zu lesen, klick hier.
 
Neues aus Luxemburg. In: Die neueste Melusine. 2010/2. p 18/19.
 
Neues aus Luxemburg. In: Die neueste Melusine. 2010/1. p 12/13.
 
Neues aus Luxemburg. In: Die neueste Melusine. 2009/2. p 18/19.
 
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Im März 2008 nahm ich an einem Vortrag über Autorenrechte teil. Die Veranstaltung war surreal, die selbsternannte "Luxembourg organisation for reproduction rights", kurz Luxorr, biederte sich schamlos bei den großen Gesellschaften an. Die Konferenz bestand größtenteils darin, den Firmenbossen zu erklären, wie sie sich die Autorenrechte ihrer Angestellten sichern können. Ich war so angewidert von Luxorrs hypokritischen Machenschaften, dass ich mich genötigt fühlte, meinen ersten (und hoffentlich letzten) Leserbrief zu verfassen. Ich schickte ihn an mehrere Zeitungen und die Wochenzeitung Woxx war so freundlich, ihn abzudrucken. Mein Artikel wird nichts daran ändern, wie Copyrightgesetze und Patente gegen gerade die Menschen verwendet werden, die sie angeblich schützen wollen, nämlich die Künstler und die Verbreitung derer Werke. Doch so lange es jeden Tag neue und wundervoll kreative Videos auf YouTube gibt, bewahre ich mir ein wonniges Gemüt und freue mich.
  
En Owend am Tempel zu Luxorr. In: Woxx. 28.03.2008. p 5. [auf Luxemburgisch]
 

 

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