Und immer wieder ich
Hallöchen. Da es dir gelungen ist, meine Homepage zu finden, gehe ich davon aus, dass du zumindest meinen Namen kennst. Das können wir uns also sparen.
Fangen wir von vorne an: Ich wurde geboren. Meine Eltern (und die luxemburgische Version von Wikipedia) behaupten, dieses ungemein wichtige Ereignis habe sich am 23. September 1972 zugetragen. Erinnern kann ich mich zwar nicht daran, aber ich denke, ich muss wohl dabei gewesen sein.
Scrollen wir mal neunzehn Jahre vorwärts ... Damals wurde mir klar, dass die Schule mir nichts beibringen würde, was ich nicht schneller und gemütlicher aus einem Buch erfahren konnte, also setzte ich mich ab nach Los Angeles. Die Stadt der Engel – in der jeder, über kurz oder lang, ein Rockstar wird. Sei es durch die Musik, Erdbeben oder sonst was. Die ersten beiden habe ich nie rundgekriegt (das Beben von 1992 habe ich um knapp einen Monat verpasst, und als es 1994 erneut wackelte hatte ich die Staaten bereits wieder verlassen). Ich bin nach Luxemburg zurück und habe mein Abitur in Abendkursen nachgeholt (was übrigens viel lohnender ist als normale Schulstunden. Ich kann's nur empfehlen).
Nach einem kurzen Gastspiel am deutschlandweit einzigen Studiengang Literaturübersetzen (der in der Zwischenzeit abgeschafft wurde), kam ich zu dem Schluss, dass Übersetzen, wie so vieles im Leben, viel witziger ist, wenn man's einfach tut, anstatt ewig darüber zu labern.
Da ich schon immer neugierig auf Dinge gewesen war, über die man möglichst wenig weiß (seien es die Neanderthaler, Sumerische Grammatikregeln oder mit Überlichtgeschwindigkeit rasende Neutrinos), schrieb ich mich an der Uni Düsseldorf in Älterer Anglistik ein. Und lernte während der nächsten vier Jahre alles über Beowulf, den Grünen Ritter und Marie de France, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen, wie sich dieses Wissen einmal in eine geldeinbringende Tätigkeit verwandeln könnte.
Wie gut, dass ich mir keine Sorgen gemacht hatte, denn 2001 ergatterte ich einen Job am Luxemburger Literaturarchiv. Also wechselte ich von einer wenig bekannten Sprache (nämlich Angelsächsisch) zur nächsten (welche zufällig meine Muttersprache ist) und lernte alles über Michel Rodange, José Ensch und Guy Rewenig. Manchmal braucht man einfach bloß ein bisschen Glück.

In meiner Freizeit lese ich weiterhin am liebsten englischsprachige Bücher, wie Neil Gaiman, Terry Pratchett, Michael Crichton oder Mark Billingham. Da wir gerade von Zeugs reden, das mir gefällt (dies ist jetzt für all diejenigen, die noch nicht auf Facebook mit mir befreundet sind und deswegen diese wirklich wichtigen Dinge über mich nicht wissen können), in vier Jahrzehnten habe ich es fertiggebracht, mich in mindestens vier Länder zu verlieben, größtenteils durch eine Rockband (und zwar Queensrÿche in den Achtzigern, Iron Maiden in den Neunzigern, Rammstein in den Nullern und КукрыникÑÑ‹ in den Zehnern). Mal kucken, was die Zwanziger bereithalten. Mein absolutes Lieblingsland ist zur Zeit Makedonien, in das ich mich nicht wegen der Musik, sondern während einer Reise durch den Balkan verliebt habe. Aber die Hymne ist auch ganz toll. ... So, hab ich noch was vergessen? Ach ja, Schuhgröße. Ich habe Größe 38 (das ist, glaube ich, 5 für die Briten). Und damit habe ich dir alles über mich erzählt. Was, selbstverständlich, die cleverste Art ist, nicht das kleinste bisschen was zu verraten.
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